Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Alles was vor dem Bau eines Steinbackofens zu berücksichtigen ist
Antworten
Benutzeravatar
Steini
Administrator
Administrator
Beiträge: 14329
Registriert: Di 2. Nov 2010, 15:46
Wohnort: Herten, i. Westf.
Kontaktdaten:

Re: Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Beitrag von Steini »

Hallo Michel,

das Styropor würde ich weglassen, gibt nur unerwünschte Hohlräume.

Da die Betonplatte relativ klein ist, kannst du bis an die Mauerfundamente ranbetonieren.

Die thermischen Längenänderungen betragen bei Beton etwa 0,01 mm/m * °C.
Dehnungsfugen sind erst ab 20 bzw. 30 Metern Bauwerkslänge erforderlich.

Es bildet sich eh eine Arbeitsfuge und somit kann sich das Backofenfundament auch nicht "Aufhängen".
Außerdem ist die zu erwartende Bodenpressung verschwindend gering - kommt ja kein Wolkenkratzer drauf.

Darüber hinaus ist die Platte auch nicht allseitig "eingespannt" und kann sich mind. nach 2 Seiten ausdehnen.

Das Mauerfundament würde ich vor dem Betonieren gründlich reinigen (Wasserstrahl).

LG, Steini
Wer nichts weiß, muss alles glauben.
(Marie Freifrau Ebner von Eschenbach 1830-1916)
Farmer3s

Re: Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Beitrag von Farmer3s »

Hallo Michel,

es geht voran! Hast Du auch Bilder von den Kalksteinen ich kann mir die nicht so wirklich vorstellen. Sind die wie Poligonalplatten?

Gruß Jörn
Benutzeravatar
DJTMichel
Feuertycoon
Feuertycoon
Beiträge: 3023
Registriert: Di 3. Apr 2012, 20:59
Wohnort: am Elm
Kontaktdaten:

Re: Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Beitrag von DJTMichel »

Hi Steini,

das Reinigen der Mauer habe ich vor. Um die 3m³ Beton über die Rutsche des Mischers ins Loch zu bekommen, muß ich ein Stück der Mauer abtragen.
die müssen erst noch gereinigt werden, bevor sie für lange Zeit in Beton gegossen werden
die müssen erst noch gereinigt werden, bevor sie für lange Zeit in Beton gegossen werden
220412031Fundament-Ausschachten-fertig.jpg (149.29 KiB) 6854 mal betrachtet
Aber vorher muß ich meinen kleinen Kärcher aus der Werkstatt zurückbekommen. Der Steinhaufen auf dem Bild und noch einiges mehr an Steinen soll im Fundament verschwinden. Vorher muß ich aber mit dem Hochdruckreiniger den Lehm davon entfernen. Ich werde die Steine dazu auf eine Baustahlmatte legen. Ein Bekannter (Bauingenieur) riet mir von einer Armierung bei dieser Fundament"größe" ab.

Hi Jörn,

die Mauer, der Weg und auch die Grundmauern des Nebengebäudes bestehen aus diesen Kalksteinen. Die liegen hier überall auf den Feldern.
so in etwa:
so in etwa:
170412006Bauplatz-Rechteck.jpg (146.69 KiB) 6854 mal betrachtet
Es kostet nur etwas Mühe, sie vom Feldrand, wo sie abgekippt werden, nach Hause zu fahren und die jeweils richtigen herauszusuchen.
Gruß
Michel ;)


Jäger - Die besseren Grünen!
Benutzeravatar
Steini
Administrator
Administrator
Beiträge: 14329
Registriert: Di 2. Nov 2010, 15:46
Wohnort: Herten, i. Westf.
Kontaktdaten:

Re: Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Beitrag von Steini »

DJTMichel hat geschrieben:... Ein Bekannter (Bauingenieur) riet mir von einer Armierung bei dieser Fundament"größe" ab...
Da würde ich mal gerne den Grund erfahren wollen!

Eine Armierung kann eigentlich gar keine Nachteile haben - nur Vorteile!

Auch zu viel Eisen schadet in keinster Weise, es sei denn, du legst es so dicht, dass du keinen Beton mehr dazwischen bekommst.

Frag mal nach, was er damit meint. Ich kann da jetzt nicht ganz folgen.

LG, Steini
Wer nichts weiß, muss alles glauben.
(Marie Freifrau Ebner von Eschenbach 1830-1916)
Benutzeravatar
DJTMichel
Feuertycoon
Feuertycoon
Beiträge: 3023
Registriert: Di 3. Apr 2012, 20:59
Wohnort: am Elm
Kontaktdaten:

Re: Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Beitrag von DJTMichel »

es sei bei dieser Fundamentgröße nicht notwendig, schaden kann es natürlich nicht.
Gruß
Michel ;)


Jäger - Die besseren Grünen!
Benutzeravatar
Steini
Administrator
Administrator
Beiträge: 14329
Registriert: Di 2. Nov 2010, 15:46
Wohnort: Herten, i. Westf.
Kontaktdaten:

Re: Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Beitrag von Steini »

... achso! zwischen "Abraten" und "nicht notwendig" liegen natürlich unendliche Weiten!.

Wenn du eine Matte (Q 188) mittig einlegst, bist du auf der sicheren Seite.

LG, Steini
Wer nichts weiß, muss alles glauben.
(Marie Freifrau Ebner von Eschenbach 1830-1916)
Farmer3s

Re: Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Beitrag von Farmer3s »

Hallo Michel,

ich würd da auch eine Matte reinlegen, da unten kommst Du nie wieder ran und das muss halten.

Aber nochmal auf Deine Kalksteine zurück zu kommen, was spricht dagegen die Betonplatte tiefer zu machen und dann die Kalksteine in Mischung auf Geländehöhe zu bringen. Da sollte doch funktionieren. Du legst Doch eine Folie unter die Platte und kannst von den Seiten auch absperren. Also ich würde es so machen, sieht zudem auch viel besser aus als die blanke Betonplatte.

Gruß Jörn
Benutzeravatar
Steini
Administrator
Administrator
Beiträge: 14329
Registriert: Di 2. Nov 2010, 15:46
Wohnort: Herten, i. Westf.
Kontaktdaten:

Re: Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Beitrag von Steini »

Wieso "blanke Betonplatte"?

Da kommt doch der Unterbau drauf. Dann sieht man von der Gründung doch sowieso nichts mehr.

Oder habe ich da im Moment einen Gedankenfehler?

LG, Steini
Wer nichts weiß, muss alles glauben.
(Marie Freifrau Ebner von Eschenbach 1830-1916)
Farmer3s

Re: Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Beitrag von Farmer3s »

Hallo Steini,

ich dachte das die Platte größer als der Ofen wird: viewtopic.php?f=24&t=724&start=30#p9281

Mal sehen was Michel sagt :beob:

Gruß örn
Benutzeravatar
DJTMichel
Feuertycoon
Feuertycoon
Beiträge: 3023
Registriert: Di 3. Apr 2012, 20:59
Wohnort: am Elm
Kontaktdaten:

Re: Grundüberlegungen für einen Lehmbackofen

Beitrag von DJTMichel »

Farmer3s hat geschrieben:...Mal sehen was Michel sagt :beob:

Gruß örn
Hi Jörn,

ich bin gerade leicht verwirrt --> der Backofen soll natürlich keinesfalls eine Grundfläche von über 6m² (2,30m x 2,70m) bekommen. Wir sind ja nur vier Leute im Haushalt. Die Platte fällt nur größer aus, damit ich später nicht wieder mit dem Pflastern anfangen muß. Ich wollte da vielleicht noch eine Sitzgelegenheit darunterstellen und der Rasen davor wird 'eh zertrampelt.
Ich würde den Schornstein in die Ecke machen wollen, Backofen & Räucherofen daneben. Rest Arbeitsfläche an der Wand, so in der Art von Jo's Outdoorküche nur mit weniger Holz, da ich ja die vorhandene Bruchsteinmauer habe und etwas mehr Dachfläche. Ob mit Kalkbruchsteinen oder alten Ziegeln gemauert überlege ich, wenn es soweit ist.
Farmer3s hat geschrieben:...Aber nochmal auf Deine Kalksteine zurück zu kommen, was spricht dagegen die Betonplatte tiefer zu machen und dann die Kalksteine in Mischung auf Geländehöhe zu bringen. Da sollte doch funktionieren....
Ja das meinte ich ja auch, aber Gerhard z.B. riet mit dem Gedanken an Oberflächenwasser davon ab. Vielleicht haben wir auch nur ein kleines Kommunikationsproblem und meinen alle das Gleiche?
Gruß
Michel ;)


Jäger - Die besseren Grünen!
Antworten

Zurück zu „Allgemeine Fragen zur Planung des Steinbackofens“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast